Grotesk
Diplomprojekt, Buchgestaltung
Ein Konglomerat zum Grotesken in der Kunst- und Kulturgeschichte, basierend auf der Theorie des Grotesken Realismus nach Michail Bachtin (1895–1975). Er verortet das Groteske in der mittelalterlichen Lach- und Karnevalskultur – als Widerstand gegen Kirche und Adel.
Ein Thema voller Widersprüche: stärkend und degradierend, anwidernd und faszinierend zugleich.
Alle Beiträge sind assoziativ miteinander verbunden, sodass ein einziger großer Zyklus entsteht.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema findet nicht nur inhaltlich, sondern auch grafisch statt: Je weiter man liest, desto mehr geraten etablierte Gestaltungsregeln ins Wanken: Die Schrift kippt, Elemente überlagern sich und stehen Kopf, rebellieren.
Die japanische Bindung sprengt die Grenzen zwischen Buchseiten und einzelnen Beiträgen – alles wird eins.
Das Groteske inspiriert mich, Gestaltungsregeln zu hinterfragen, spielerisch zu brechen und mutige neue Möglichkeiten zu schaffen.
Umfang:
Konzeption
wissenschaftliche Recherche und Texterarbeitung
Buchgestaltung
408 Seiten
Hardcover
japanische Bindung
Auflage: 12 Exemplare
Betreuung:
Dr. phil. Julia Burde
Prof. Patrick Thomas
Prof. Ulrike Myrzik
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